Eine Schülerfirma zum Fairen Handel gründen

Leute, die weiterdenken, kaufen Qualität.
Wer nur die billigen Schnäppchen haben will, kauft aus Billig-Produktion und Plastik-Schrott, Kinderarbeit und Dumping-Entlohnung.*
Dumping ist die Logik, alles ein bisschen billiger zu machen, am Schluß aber alles mit weniger Qualität, weniger Einkommen für alle.

Fairhandel achtet auf nachhaltige Handelsbeziehungen

Im Fairen Handel, der im deutschsprachigen Bereich vor allem aus kirchlichen Solidaritäts-Gruppen* gestartet wurde, steht die persönliche Beziehung und die Qualität der Erzeugnisse im Vordergrund. Dabei wird natürlich darauf geachtet, dass Kinder nicht schuften müssen, statt zu lernen, auch Frauen gerecht entlohnt werden, Arbeitsbedingungen sicher und nach internationalen Vorschriften gestaltet sind (Arbeitszeiten, Sicherheit, Freizeit, Krankheitsvorsorge ...).

Im Fairen Handel wird nachgewiesen, woher die Ware kommt und was in den regionalen Betrieben und Genossenschaften an Entwicklung geleistet wird.
Zu allen folgenden Stichpunkten können weitere Konzepte entworfen / besorgt / gemeinsam entwickelt werden, damit schülergemäßes Material vorliegt.

Eine Fairhandels-Schülerfirma gründen

Eine Schülerfirma ist ein Projekt, das für die Zeit eines Schuljahres von einer Gruppe von Schülern in Begleitung einer Lehrkraft geführt und dann weitergegeben wird. Partner sind das Nord-Süd-Forum, das Fairkauf-Handelskontor und evtl. das Referat für Gesundheit und Umwelt.

Projektunterricht und Lernbegleitung

Die Schüler sollen von Anfang an selbstbestimmt handeln lernen und die möglichen Konsequenzen abschätzen können. Die Einbeziehung anderer Fachbereiche kann die Ergebnisse im eigenen Erleben verknüpfen. Geringstmöglicher Einsatz von frontalen Mitteln, stärkenorientierte Zertifizierung in gemeinsamer regelmäßiger Auswertung.

Die Lernfelder im Fairen Handel

Schokolade, Kakao und ...

Das Projekt München-Schokolade und die Ashàninka-Partnerschaft
Kakao-Filme und Schokolade-Probe, Zucker und seine Funktion

Schreibwaren, Müsliriegel, Trockenfrüchte,

Das Sortiment des Fairen Handels kennenlernen, den eigenen Geschmack in der Gruppe vergleichen und eine Pallette erstellen,
Informationsmaterial sichten und vorstellen üben

Kaffee

München-Kaffee und die Ashàninka-Partnerschaftfür das Lehrerkollegium
"Die Kunst, einen guten Kaffee zu kochen": Diskussion oder Debatte?

Einkauf und Fairkauf

Buchhaltung, Kassenbuch, Warenkunde, Sortiment, Kundenorientierung,
aus Kundenwünschen lernen und Innovationen umsetzen

Aktien an Eltern, Lehrer und Mitschüler

Finanzrahmen schaffen und vermitteln lernen, Kommission und Verlust, Szenarien der Entwicklung
Gesellschaftsformen AG, Genossenschaft, Darlehen, Microkredit,

Gewinn

Ziele setzen und gemeinsame Verwendung planen

Umfelder: Wirtschaft, Geografie, Ernährung ....

Vorbereitung der möglichen anderen Lernpartner, Lernfelder ...

Bio - Fair - Gesund

Ein Projekt im Referat Gesundheit und Umwelt der LH München

  • Dumping: Wettbewerb bis an die unteren Grenzen: * In den Regionen der USA, in denen WAL-MART alles billiger anbot, ging der lokale Handel ein, wurden immer mehr Leute arbeitslos. Daraufhin sanken allgemein die Einkommen und die Verkäufer mussten zu so geringen Löhnen bei WAL-MART arbeiten, dass sie noch Sozialhilfe dazu brauchten. Die ganze Region sank im Einkommensniveau.
  • Solidaritäts-Gruppenentstanden aus Studienreisen und Begegnungen in den alten Beziehungen der Mission, die zu praktischem Firmen- und Genossenschaftsaufbau in den Partner-Ländern und zu Handelsbeziehungen führten, die nicht auf Profit gegründet waren.

Lern-Begleitung und Projekt-Lernen

Eine andere Rolle der Anleitung
Mit den Konsequenzen rechnen lernen
Wahlmöglichkeiten aufmachen - auch zum Fehler machen?

Varianten der Ergänzung: Second-Hand-Klamotten, Sportgeräte, Fahrradwerkstatt international, ...
Kontakte: http://zbb.wikispaces.com/Fairer+Handel